Worte, die aufbauen

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„Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe." – Epheser 4,29
Ein Gedanke für heute
„Fluchen steigert Leistung" – so titelt eine aktuelle Studie britischer und amerikanischer Wissenschaftler. 192 Probanden machten Liegestütze und sollten dabei alle zwei Sekunden ein Wort wiederholen. Das Ergebnis: Wer fluchte, hielt deutlich länger durch als jene, die neutrale Begriffe verwendeten.
Der Studienleiter nennt Fluchen ein „kalorienfreies, kostengünstiges Mittel" für mehr Leistung. Die Erklärung: Es steigere das Selbstvertrauen und helfe, sich weniger ablenken zu lassen.
Ist es wirklich das Fluchen?
Aber halt mal – ist es wirklich das Fluchen, das hier wirkt? Oder ist es der Ansporn, die Motivation, das innere Anfeuern?
Wer schon mal im Fußballverein trainiert hat, weiß: Wenn dein Mitspieler ruft – „Komm, du schaffst das! Weiter!" – dann holst du mehr aus dir heraus. Das funktioniert ganz ohne Schimpfwörter. Was zählt, ist: Da ist jemand, der an dich glaubt und es dir sagt.
Die Studie zeigt eigentlich etwas, das die Bibel schon lange weiß:
„Tod und Leben steht in der Gewalt der Zunge." – Sprüche 18,21
Worte haben Macht. Sie beeinflussen, was wir schaffen. Sie können uns runterziehen – oder aufbauen.
Was Gott uns zutraut
Genau deshalb nimmt Gott unsere Worte ernst. Paulus schreibt: Lasst kein schlechtes Wort aus eurem Mund kommen – sondern redet so, dass es anderen hilft und sie aufbaut (Epheser 4,29).
Jesus selbst hat das vorgelebt. In Momenten der Angst und Not sprach er Menschen Mut zu – dem Gelähmten, der verängstigten Frau, seinen Jüngern im Sturm. Sein Wort an sie: „Sei getrost!" Worte, die aufrichten, wenn man sie am meisten braucht.
Das ist keine fromme Forderung. Das ist eine Einladung: Du kannst mit deinen Worten etwas bewirken. Im Training. In der Familie. Unter Freunden. In der Gemeinde.
„Darum ermahnt einander und erbaut einer den anderen." – 1. Thessalonicher 5,11
Der Artikel sagt: Fluch dich zum Erfolg. Die Bibel sagt: Seid füreinander da. Sprich dem anderen Mut zu. Nicht weil es eine Regel ist – sondern weil es wirkt. Weil Gott uns so geschaffen hat: als Menschen, die einander brauchen und einander stärken können.
Die Frage ist nicht, ob Worte Kraft haben. Die Frage ist: Wem gibst du heute Kraft mit deinen Worten?
Gebet
Herr, hilf mir, heute ein Mensch zu sein, der andere aufbaut. Mit dem, was ich sage. Amen.