Was ist dein Lebenszweck?

„Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut — tut alles zur Ehre Gottes!" — 1. Korinther 10,31
Ein Gedanke für heute
In einem Interview wurde kürzlich ein bekannter Entertainer gefragt, was sein Lebenszweck sei. Seine Antwort: „Die Verbreitung guter Laune." Vor zehn Jahren, sagt er, hätte er das noch nicht so klar formuliert. Aber jetzt, mit der Rente in Sicht, wisse er es.
Gute Laune verbreiten – das ist ehrenwert. Aber reicht das als Lebenszweck?
Wir alle suchen
Irgendwann kommt der Moment, wo diese Frage auftaucht. Vielleicht nicht heute. Vielleicht nicht morgen. Aber sie kommt.
Auch wenn es gerade gut läuft. Auch wenn du dich ablenkst mit Arbeit, Familie, Hobbys, Erfolg. Irgendwann fragst du dich: Warum eigentlich? Wozu das alles?
Spätestens wenn das Gewohnte wegbricht. Wenn der Job weg ist. Die Gesundheit. Ein Mensch, den du geliebt hast.
Spätestens wenn du älter wirst und dein Leben Revue passieren lässt. Wenn immer mehr Menschen sterben, die du mal kanntest. Du fragst dich: Wo ist die Zeit hin? Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin?
Was bleibt?
Warst du schon mal auf einer Beerdigung? Viele weinen. Große Worte werden gesprochen. Und dann? Nach ein paar Wochen läuft alles weiter. Als wäre nichts gewesen. Die Welt dreht sich – ohne dich. Obwohl du doch wichtig warst. Obwohl du Dinge gesteuert hast. Obwohl andere dich gebraucht haben.
Die Wahrheit ist: Wir sind nur ein Hauch. Selbst die größten Taten, die besten Dinge, die du je getan hast – eines Tages werden sie vergessen sein.
„O Nichtigkeit der Nichtigkeiten!, spricht der Prediger. O Nichtigkeit der Nichtigkeiten! Alles ist nichtig!" — Prediger 1,2
Das klingt bitter. Aber es wirft die richtige Frage auf: Was ist der Sinn von all dem? Da muss doch mehr sein.
Wer bestimmt das alles?
Ist es Zufall? Eine Laune der Natur? Ist es Evolution – der Mensch, der sich immer weiterentwickelt?
Aber wenn wir uns weiterentwickeln – warum dann immer noch Kriege? Warum immer noch Hass, Gier, Zerstörung? Und selbst wenn ich heute gewinne – morgen kann ich schon wieder verlieren.
Wenn das alles nur Zufall ist, dann ist auch die Freude Zufall. Dann ist Liebe nur Chemie. Dann ist Hoffnung eine Illusion.
Aber irgendetwas in uns wehrt sich dagegen.
Der Geber hinter den Gaben
Denn da ist ja auch das Gute. Du darfst dich freuen an den guten Dingen. An Erfolg. An einer Arbeit, die gelingt. Daran, dass du gebraucht wirst und anderen helfen kannst. An Talenten, die dir Fähigkeiten geben, die weit über das Normale hinausgehen. Du darfst glücklich sein, wenn es dir an nichts fehlt.
Woher kommt das alles?
„Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter." — Jakobus 1,17
Ob du es erkennst oder nicht – all das kommt von Gott. Er schenkt dir das Leben. Menschen, die dir helfen. Ärzte, die heilen können. Handwerker, die dir ein Zuhause bauen.
Und ja, auch die schweren Zeiten sind in Seiner Hand. Nicht weil Er das Leid will, sondern weil Er es zum Guten wenden kann. Menschen, an denen du wächst. Situationen, die dich reifen lassen. Nichts davon ist sinnlos – auch wenn es sich manchmal so anfühlt.
Die Frage ist: Erkennst du den Geber hinter den Gaben?
Die Antwort
Die einzige Antwort, die mich trägt, habe ich in der Bibel gefunden.
Denn hier finde ich jemanden, der den Tod besiegt hat. Der mir nicht verspricht, dass alles leicht wird – aber der mich durch alles hindurchträgt. Der mir ewiges Leben schenkt – nicht weil ich es verdient hätte, sondern weil Er mich über alles liebt.
Mit so jemandem will ich doch eine Beziehung haben. Den will ich doch kennenlernen. Eine Freundschaft mit Ihm – das gibt allem einen Sinn. Nicht gute Laune verbreiten. Nicht Erfolg. Nicht Anerkennung. Sondern: Ewig leben. Mit Ihm.
Dieser Jemand heißt Jesus Christus. Und Er wartet auf dich.
„Tut alles zur Ehre Gottes" – nicht nur die großen Momente, nicht nur den Sonntagsgottesdienst. Sondern auch den Montagmorgen im Büro. Die Geduld im Stau. Das Gespräch mit dem schwierigen Kollegen. Den Abwasch nach dem Abendessen. Die Nacht mit dem schreienden Baby. Die Pflege der alten Mutter.
Das ist Lebenszweck: Gott ehren. In allem. Weil Er dir alles gibt – auch über den Tod hinaus.
Gebet
Herr, ich suche Antworten. Zeig mir, dass Du sie hast. Zeig mir, dass Du der Sinn bist, nach dem ich mich sehne. Amen.