Eine neue Erde

📖 Offenbarung 21,5 | 📅 3. Januar 2026
Eine neue Erde

„Siehe, ich mache alles neu!" — Offenbarung 21,5

Ein Gedanke für heute

Wie unerträglich kann das Leben auf dieser Erde sein! Wie schlimm muss es werden, damit man sagt: „Ich möchte auf dieser Erde nicht mehr leben"?

Ich habe solche Aussagen schon öfters gehört – ja, und sogar selber gesagt. Wenn einen das Leben oder Schicksal trifft, dann fängt man an zu hadern. Schmerzen werden so groß, dass man es gefühlt nicht mehr aushält. Das kann die eigene Krankheit sein, eine zerbrochene Beziehung, ein Wunsch, der nicht in Erfüllung geht, oder eine Situation, in der ich mich immer schlecht fühle und nichts daran ändern kann.

Wenn man solche Herausforderungen im Leben hat, dann wünscht man sich, dass es aufhört. Man wünscht sich, dass dieser Schmerz – ob physisch oder psychisch – einfach aufhört und es einem wieder gut geht. Man wünscht sich auch eine Welt, in der Frieden ist und jeder mit dem anderen gut und freundlich umgeht. Man wünscht sich eine Welt ohne Krieg. Eine Welt, in der es keine Krankheiten mehr gibt – und schon gar keine Krankheiten, an denen Menschen sterben. Eine Welt, in der alle Kinder lachen und spielen können, alle etwas zu essen haben und niemand sterben muss.

In meinen Rückschlägen, ob gesundheitlich oder zwischenmenschlich, habe ich mir das schon oft gewünscht. In den Momenten, in denen man schreien, weinen und einfach nur erstarren könnte – zugleich.

Die Jahreslosung 2026

In der Jahreslosung 2026 wurde der Bibelvers Offenbarung 21,5 ausgewählt:

„Siehe, ich mache alles neu!"

Was bedeutet dieser Vers? Um ihn zu verstehen, schauen wir uns den Zusammenhang an – und den Mann, der ihn aufschrieb.

Johannes auf Patmos

Der Apostel Johannes befand sich als alter Mann auf der kleinen, felsigen Insel Patmos in der Ägäis – nicht freiwillig, sondern verbannt „um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses Jesu Christi willen" (Offenbarung 1,9). Unter Kaiser Domitian (81–96 n. Chr.) wurden Christen verfolgt, die sich weigerten, den Kaiser als „Herrn und Gott" anzubeten. Die Römer nutzten abgelegene Inseln wie Patmos, um unbequeme Menschen zu isolieren und zum Schweigen zu bringen.

Doch Gott hatte andere Pläne. In der Einsamkeit der Verbannung, „im Geist am Tag des Herrn" (Offenbarung 1,10), empfing Johannes die gewaltigste prophetische Schau des Neuen Testaments. Was Menschen als Strafe meinten, wurde zum Ort der Gottesbegegnung. Die Visionen wurden Johannes durch einen Engel gezeigt und vermittelt (Offenbarung 1,1), während die Stimmen – wie in Kapitel 21 – direkt vom Thron Gottes her zu ihm sprachen.

Die Verheißung

Johannes durfte sehen, was kommen wird: Ein neuer Himmel und eine neue Erde werden erschaffen. Das, wonach wir uns sehnen. Die alte Erde mit all ihrem Leid, Schmerz und Krieg wird vergehen.

Ein Rettungsplan, der bereits seit dem Sündenfall durch Adam läuft – ein Plan, um Mensch und Gott wieder zu vereinen. Denn durch den Menschen Adam kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod (Römer 5,12). Und durch den Menschen Jesus Christus, der Gott selbst ist, kommt die Auferstehung der Toten: „Denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden" (1. Korinther 15,21–22).

Aber wie ist das möglich? Wie kann ein heiliger Gott uns Sünder wieder annehmen?

Das Kreuz

Durch das Kreuz. Durch Jesu Opfer wurde der Tod besiegt. Als Er als Mensch auf der Erde war, hat Er alle Schmerzen, alle Leiden, alle Demütigung und allen Hass ertragen. Er ist für uns eingetreten.

Jesus hätte Sein Leiden jederzeit beenden können. Er selbst sagte zu Petrus:

„Oder meinst du, ich könnte nicht jetzt meinen Vater bitten, und er würde mir mehr als zwölf Legionen Engel schicken?" — Matthäus 26,53

Doch Er tat es nicht. In Gethsemane betete Er:

„Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!" — Matthäus 26,39

Aus Gehorsam gegenüber dem Vater und aus Liebe zu uns Menschen ließ Er alles über sich ergehen.

Warum war das Kreuz nötig?

Gott ist heilig und gerecht – Er kann Sünde nicht einfach übersehen, nicht einmal die kleinste. Gleichzeitig liebt Er uns und will uns retten. Wie kann beides zusammenkommen? Nur durch ein Opfer, das Seine Gerechtigkeit erfüllt und zugleich Seine Liebe offenbart.

Kein Mensch konnte dieses Opfer bringen, denn „alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten" (Römer 3,23). Darum gab Gott sich selbst. Er sandte Seinen Sohn, um an unserer Stelle die Strafe zu tragen – als „Sühnopfer für unsere Sünden" (1. Johannes 4,10). Jesus starb an unserer Stelle, trug unsere Schuld und überwand den Tod – damit jeder, der an Ihn glaubt, gerettet wird.

So zeigt das Kreuz beides: Gottes unbestechliche Gerechtigkeit und Seine unfassbare Liebe.

Vertrauen wie Jesus

In Gethsemane sehen wir, wie die Beziehung zwischen Jesus und Seinem Vater aussah: vollkommenes Vertrauen, auch im dunkelsten Moment. Jesus wusste, was auf Ihn zukam – und doch legte Er Seinen Willen in die Hände des Vaters.

So darf auch unsere Beziehung zu Jesus sein. Nicht ein Glaube, der alles versteht. Sondern ein Vertrauen, das sagt: „Nicht wie ich will, sondern wie Du willst." Jesus lädt uns ein, so zu Ihm zu kommen – mit unseren Fragen, unserem Schmerz, unseren Zweifeln. Er stößt niemanden weg.

Kinder Gottes

Und wem gilt die Verheißung? Denen, die „überwinden" (Offenbarung 21,7). Das klingt nach Kampf – aber Johannes erklärt: „Unser Glaube ist der Sieg" (1. Johannes 5,4). Überwinden heißt nicht: aus eigener Kraft siegen. Es heißt: an Jesus festhalten. Ihm vertrauen. Und wer das tut, dem sagt Gott: „Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein."

Er wird die Tränen abwischen

Und weil Er alle unsere Nöte kennt und selbst als Mensch durchlebt hat, leidet Er mit uns. Und es wird noch viel besser: Er wird dir die Tränen abwischen, und das Sterben, der Tod, hat ein Ende. Denn Er wird wieder unter den Menschen leben – so wie Er es einst vorhatte mit Adam, mit den Menschen im Paradies.

„Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen." — Offenbarung 21,4

Wir können auf Gottes Zusage vertrauen. Er selbst sagt: „Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!" (Offenbarung 21,5).

Diese Hoffnung gilt auch dir

Vielleicht klingt das alles weit weg – vielleicht hast du Gott noch nie kennengelernt oder weißt nicht, was du von Ihm halten sollst. Dann lade ich dich ein: Sprich einfach mit Ihm. Du brauchst keine frommen Worte. Sag Ihm ehrlich, wo du stehst – auch deine Zweifel.

Jesus sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen" (Johannes 6,37). Und Er verspricht: „Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst" (Offenbarung 21,6). Du musst nichts mitbringen. Nur kommen.

Egal wie dunkel dein Leben gerade ist, egal wie groß der Schmerz – Jesus hat den Tod besiegt. Er kennt dein Leid und Er wird es beenden. Nicht vielleicht. Gewiss.

Willst du Ihm vertrauen?

Gebet

Herr, Du machst alles neu. In einer Welt voller Schmerz und Leid dürfen wir auf Deine Verheißung schauen. Danke, dass Du am Kreuz für uns gestorben bist und den Tod besiegt hast. Danke, dass wir eine lebendige Hoffnung haben – auf eine neue Erde, auf der Du bei uns wohnst und alle Tränen abwischst. Hilf uns, in schweren Zeiten an dieser Hoffnung festzuhalten. Amen.


„Siehe, ich mache alles neu!" — Offenbarung 21,5 (Jahreslosung 2026)

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